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am 15. Februar

Mineralwasser aus dem Weißenbachtal im Supermarktregal?

- Wiener Beteiligungsgesellschaft Vivida plant die Errichtung einer Abfüllstation für Mineralwasser im Weißenbachtal.

Im November 2015 wurde auf der offiziellen Webseite der Gemeinde Steinbach bekannt gemacht, dass eine Probebohrung nach Mineralwasser im Weißenbachtal durchgeführt werde und die Wiener Beteiligungsgesellschaft Vivida die Errichtung einer Abfüllstation desselben plane. Die Entscheidung über die Verwertung des Wassers solle aber erst nach Abschluss der Untersuchung und nach Rück-sprache mit der Gemeinde erfolgen.

Dann wurde es still um das Projekt, bis im Dezember 2016 plötzlich der Antrag auf Flächenumwidmung für das vorgesehene Betriebsgelände auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung stand. Über das Vorhaben selbst waren keine genauen Informationen einzuholen und wir konnten lediglich zu ähnlichen, bereits bestehenden Abfüllanlagen und Hintergründe zum Unternehmen recherchieren. Angeblich solle der Betrieb 20 Arbeitsplätze schaffen, eine vergleichbare Anlage in Obertraun beschäftigt bis dato eine Person. Nachdem der Antrag kurzfristig von der Tagesordnung genommen wurde, fand im Jänner eine Gemeinderatsklausur statt, in der ein damit befasster Geologe, der Geschäftsführer von Vivida und ein Vertreter der Bundesforste als Grundstückseigentümer das Projekt vorstellten. Laut Gemeindevertreter sei der Gemeinderat danach beschlussreif gewesen, allerdings sollte noch eine Informations-veranstaltung für die BürgerInnen statt- finden. In dieser äußerten viele Gegner-Innen ihr Misstrauen dem Unternehmer gegenüber und der Abend endete, wie von vielen Medien berichtet, mit dem mündlichen Rückzug des Umwidmungsantrags durch den Vivida-Geschäftsführer. Dieser wartet nun, dass die Gemeinde Steinbach auf ihn zukommt, um das Projekt wieder aufzugreifen. Die Steinbacher Grünen sehen Wasser als Allgemeingut und positionieren sich daher gegen den Verkauf von Nutzungs-rechten an Investoren wie dem Unternehmensgeflecht hinter Vivida. Der Ver-trag mit den Bundesforsten ist jedoch schon unterschrieben. Es liegt nun an der Gemeinde, ob doch noch Mineralwasser aus dem Weißenbachtal im Supermarktregal landen wird oder nicht.

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