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am 26. Jänner

„Kummst eh nu Heim?“

- Zwei Impulse beschleunigten meinen Wunsch ein E-Auto zu kaufen. Einerseits mein neuer Nachbar Herbert Katterl, der mit dem E-Auto seines Autohauses im Haselweg vorbeischwebte und andererseits eine Steuerreform, die speziell für Firmen-Elektroautos Vorteile brachte. Im März 2016 war es dann soweit und ein Nissan Leaf wurde als Firmenauto angeschafft.

Reichweitendiskussion & Alltagstauglichkeit! 

„Kummst eh nu Heim?“ - Diese Frage höre ich immer wieder. Nach über 17.000 km in neun Monaten kann ich mit Gewissheit sagen, dass E-Autos 100% alltagstauglich sind. Die durchschnittlichen Strecken die Österreicher/innen fahren, sind für ein E-Auto als Erstauto kein Problem. Je nach Fahrweise und Witterung fahre ich 150 bis 210 km mit einer Ladung. Auch Dienstreisen nach Leogang oder Sarleinsbach sind mit der richtigen Planung und Fahrweise kein Problem. Was nicht gehen wird, ist Graz in 2,5h zu erreichen. Mit einer Schnellladung während des Mittagsessens und entspannter Fahrweise lässt es sich aber in ca. 3,5h schaffen. Ebenso sollte nicht darauf vergessen werden, am Abend das Auto an der heimatlichen Ladestation (Wallbox) aufzuladen. Eine Abfahrt mit geringer Ladung sorgt für unnötigen Stress und dieser Stress sorgt für eine hektische Fahrweise, diese verkürzt die Reichweite und ist allgemein nicht gesund. Nicht selten bekomme ich von Kunden „Strom“ geschenkt, meist mit einem netten Gespräch über Elektromobilität. Nur drei Erfahrungen sind wirklich verbesserbar: Das Steckerdurcheinander der Ladesysteme, die Nervosität von Beifahrer/innen und, wirklich ärgerlich, E-Ladestationen die von Benzinern verstellt sind. 

Die Kosten! 

„E-Auto kost so vü!“ – Eine Aussage, die am besten mit Zahlen widerlegt werden kann und dazu empfehle ich den E-Mobilitätsrechner der Linz AG. Vergleicht man dort mein E-Auto mit einem vergleichbaren VW Golf Rabbit TDI bekommt man spannende Ergebnisse. Die Rechnung ergibt für einen Firmenwagen über 12 Jahre mit 20.000km pro Jahr jährliche Vollkosten von über € 6.000,- beim VW Golf und 3.720,- beim E-Auto. Ab dem ersten Jahr ist das Firmen-E-Auto günstiger! Diese Rechnung geht so eindeutig aus, weil E-Autos für Firmen voll vorsteuerabzugsberechtigt sind, für die Privatnutzung vom Finanzamt kein Sachbezug eingehoben wird und die Anschaffung gefördert ist. Bei einem Privatfahrzeug fällt der obige Vergleich um vieles knapper aus. Aber spätestens nach 6 Jahren steigt man mit Gewinn aus. Weil die geringeren Betriebskosten, die Förderung, der Wegfall der motorbezogenen Versicherungssteuer und der NoVA auch für Private gelten. 

Lustfaktor Elektromobilität! 

Einsteigen in ein gut temperiertes Auto (per App), die unvergleichbare Laufruhe und die Beschleunigung eines E-Autos sind durchaus angenehme, emotionale Nebeneffekte der E-Mobilität. Das maximale Drehmoment steht jederzeit zur Verfügung. Dadurch besitzen selbst kleinere Elektroautos einen super „Abzug“ und machen beim Beschleunigen so richtig Meter! 

Einen Gewinner gibt es aber auf jeden Fall: DIE UMWELT! 

Die Umweltbilanz fällt mit ca. 2000 kg/Jahr eingesparten CO2 (im obigen Vergleich bei Nutzung von Ökostrom) und die massiv geringen Luftschadstoffe besonders gut aus. Der Akku ist ein möglicher Schwachpunkt. Aber Lithium ist in ausreichenden Mengen vorhanden, ist nicht Teil der sogenannten „seltenen Erden“ und lässt sich zu fast 100% recyceln, verbranntes Erdöl nicht! Alles in allem ist die E-Mobilität für mich eine saubere und gut durchdachte Sache mit Zukunft! 

Autor: Wolfgang Mader 

Quellen: Vergleichsrechner: https://www.linzag.at/portal/portal/linzag/privatkunden/mobilitaetverkehr/emobilitaet/e_mobilitaetsrechner/

Erster ElektroMobilitätsClub Österreich: http://emcaustria.at

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